Indra Serum: Bioretinol, der Intellekt und das Geheimnis des Reises
Wenn von Bioretinol die Rede ist, vermitteln nahezu alle Marken dieselbe Botschaft: Festigkeit, Kollagen, Falten und Ausstrahlung.
All das ist richtig.
Doch das Ayurveda hat diese Pflanze schon immer aus einer weitaus umfassenderen Perspektive betrachtet.
Lange bevor die Wissenschaft Bakuchiol identifizierte, nutzte das Ayurveda Bakuchi (die Pflanze, aus der Bioretinol gewonnen wird) bereits als eine seiner bedeutendsten Pflanzen für die Hautpflege. Die klassischen ayurvedischen Texte beschreiben sie als Rasayana – eine verjüngende Pflanze – und empfehlen sie bei verschiedenen Hautveränderungen.
Doch es gibt einen weitaus weniger bekannten Aspekt.
Neben ihren Vorteilen für die Haut schreiben einige klassische Texte Bakuchi auch eine Medhya-Wirkung zu, also eine unterstützende Wirkung auf die geistigen und kognitiven Fähigkeiten.
Es mag überraschen, dass dieselbe Pflanze sowohl mit schöner Haut als auch mit dem Intellekt in Verbindung gebracht wird.
Eigentlich sollte uns das jedoch nicht überraschen.
Die Natur erfüllt nur selten eine einzige Funktion. Die wertvollsten Pflanzen wirken in der Regel gleichzeitig auf verschiedene Gewebe und Körpersysteme. Das Ayurveda erkannte diese Realität bereits vor Tausenden von Jahren: Die intelligentesten Anwendungen sind jene, die mehrere Vorteile gleichzeitig hervorbringen.
Heute wissen wir, dass Bakuchiol dazu beiträgt, die Festigkeit und Elastizität der Haut zu verbessern, die Kollagensynthese zu fördern, den Hautton zum Strahlen zu bringen, das Erscheinungsbild von Pigmentflecken zu mindern und die Hautbarriere zu stärken. Doch Bakuchi ausschließlich auf diese Wirkungen zu reduzieren, würde bedeuten, einen großen Teil seiner Geschichte außer Acht zu lassen.
Der Irrtum, nach einem einzigen Wirkstoff zu suchen
Die moderne Kosmetik verliebt sich häufig in einen einzigen Wirkstoff.
Eine Zeit lang war es Vitamin C. Danach Hyaluronsäure. Später Retinol. Heute ist es Bakuchiol.
Das Ayurveda hat niemals auf diese Weise gearbeitet.
Seine bedeutendsten Formulierungen entstehen nicht rund um ein einziges Molekül, sondern aus der Synergie zahlreicher Pflanzen, die sorgfältig ausgewählt wurden, um sich gegenseitig in ihrer Wirkung zu ergänzen.
Deshalb wirkt das Bioretinol in Indra Serum niemals allein.
Es wird von zwölf weiteren pflanzlichen Bioaktivstoffen begleitet, darunter Amalaki, Aloe Vera, Reis, Brahmi, Lotus und Süßholz. Jeder einzelne erfüllt eine andere Aufgabe. Gemeinsam bilden sie eine Formel, die weitaus vollständiger ist als jeder dieser Inhaltsstoffe für sich allein.
Reis – eines der großen Geheimnisse orientalischer Schönheit
Müssten wir einen Inhaltsstoff wählen, der Jeevan Ayurveda besonders am Herzen liegt, wäre es wahrscheinlich Reis.
Während im Westen über Hyaluronsäure gesprochen wird, nutzt der Osten seit Jahrhunderten Reis zur Pflege der Haut.
Nicht, weil beide identisch wären.
Sondern weil beide eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzen, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Es genügt zu beobachten, wie Reis beim Kochen Wasser aufnimmt, um zu verstehen, weshalb er über Generationen hinweg einen so wichtigen Platz in der orientalischen Hautpflege eingenommen hat.
Wir sagen gerne, dass Reis die „Hyaluronsäure“ der orientalischen Frauen war.
Das ist keine chemische Gleichsetzung.
Es ist eine Metapher, die die bedeutende Rolle ausdrückt, die dieser außergewöhnliche Inhaltsstoff seit Jahrhunderten in der Hautpflege spielt.
Die Intelligenz einer Formulierung
Indra Serum möchte kein Serum mit einem gerade angesagten Wirkstoff sein.
Sein Ziel ist es, eine andere Art der Formulierung von Kosmetik wieder aufzugreifen.
Eine Art, bei der Bioretinol sein volles Potenzial erst durch das Zusammenspiel mit anderen großen verjüngenden Pflanzen entfalten kann.
Denn die Natur erzielt außergewöhnliche Ergebnisse nur selten durch einen einzigen Mechanismus.
Und das Ayurveda verstand bereits vor Tausenden von Jahren, dass der wahre Protagonist niemals ein einzelner Inhaltsstoff ist.
Es ist immer die Formel.
